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Förderverein – Hardenberg-Gymnasium FürthDer Stammtisch "Althardenberg" auf Bildungsreise im Juli 2009 nach Alt-HardenbergProtokoll der AHGF-Exkursion nach Alt-Hardenberg von Freitag, 17. bis Sonntag, 19. Juli 2009
Mitreisende nebst Reiseleiter Toni Reith die Alt-Hardenbergler Friedrich Drechsler, Norbert Fuchs und Ehrhard Peiberg. Das Fehlen von Gotthard Babel, begründet in ärztlichen Konsultationspflichten, wurde allseits bedauert. Die Reise Pünktlich, wie es sich für (ehemalige) Lehrer gehört, begann die Reise nach Einbeck, dem Zielort, Ausgangsort der Erkundungen und Oase der nächtlichen Erholung. Damit begann auch eine Reise in die mittelalterliche Vergangenheit, in Orte des Fachwerkbaus und der romanischen Baukunst.
Das Kloster Bursfelde ist eine ehemalige Benediktinerabtei, die im Jahre 1093 gegründet wurde. Im 15. Jahrhundert war sie Zentrum der klösterlichen Reformbewegung (Bursfelder Kongregation), die weit über 100 Klöster im mitteleuropäischen Bereich unter sich vereinigte. Seit der Reformation und endgültig seit dem Westfälischen Frieden ist Bursfelde evangelisch. Seit 1828 wird der Titel „Abt von Bursfelde“ einem Professor der Evangelisch Theologischen Fakultät der Universität Göttingen verliehen. Ihm steht ein Konvent zur Seite, dem zur Zeit zwölf Professoren der verschiedenen Fakultäten angehören, um so die enge Verbindung zwischen Bursfeld und der Universität zum Ausdruck zu bringen. Erhalten sind die romanische Basilika und das ehemalige Gutshaus von 1722, in dem sich ein lebendiges Tagungszentrum befindet. zurück
Lippoldsberg gilt als eine der ältesten total eingewölbten Kirchenbauten in Deutschland, die bis auf den eventuell im 30jährigen Krieg verlorengegangenen Nordturm und den 1722 veränderten Südturm im ursprünglichen Zustand erhalten blieb, was für Bauten der Romanik höchst selten ist. Die einheitliche, rasche Bauaufführung ist erkennbar an der durchgängigen Formensprache, besonders der Profilierung der Kämpfer, die sich sowohl im Westen als auch im Osten der Kirche finden, es kann also eine kurze Bauzeit angenommen werden. Durch die Wiederholung des Gewölbeschemas mit Gurtbögen, die auf Viertelkreiskonsolen abgekragt sind, und der Pfeilergliederung mit Ecksäulen ist das "Lippoldsberger Schema" in zahlreichen Kirchen des Weserraums bis nach Sachsen zum Ausgangspunkt geworden. Die Klosterkirche nimmt somit eine Schlüsselstellung in diesem Gebiet. Die Einzigartigkeit der Lippoldsberger Kirche wird ausgemacht durch die Reinheit des romanischen Stils, die Ausgewogenheit der Proportionen und die bautechnische Vollkommenheit. Der Bau verhilft dem Besucher durch das hohe Niveau der Architektur und seine konzeptionelle Geschlossenheit zu einem gutem Bild von Aussehen und Gliederung der großartigen Architekturdenkmäler der Romanik. zurück
Seit 1920 arbeitete Grimm an seinem bekanntesten Werk Volk ohne Raum,← das 1926 im Albert Langen Verlag erschien und in zwei Bänden veröffentlicht wurde. Es handelt von den politischen und wirtschaftlichen Problemen der Deutschen und zeigt, wie diese zu bewältigen seien, nämlich durch die Ausweitung des deutschen Lebensraums. Der Roman zählt zu den am häufigsten verkauften Büchern in der Weimarer Republik und wurde von den Nationalsozialisten zur Pflichtlektüre in den deutschen Schulen diktiert. Damit zählt er als "Klassiker" der "Blut- und Bodenliteratur". 1951 gründete Grimm seinen eigenen Verlag, den Klosterhausverlag in Lippoldsberg. Grimm ließ sich als parteiloser Kandidat der neonazistischen Deutschen Reichspartei bei den Bundestagswahlen im Jahr 1953 aufstellen. Im darauf folgenden Jahr konnte man erneut seine Sympathien für den Nationalsozialismus erkennen. Er veröffentlichte im eigenen Klosterhausverlag eine über 600-seitige Schrift, um Hitlers Politik vehement zu verteidigen. zurück
Kaiser Friedrich der Fromme, der Sohn Karls des Großen, gründete 815 die von Corbie in Frankreich abhängige Propstei Hethis, aus der später Corvry hervorging. Wegen der ungünstigen Lage baten die Benediktinermönche aus dem westfränkischen Kloster Corbie an der Somme den Kaiser um Land an geeigneterer Stelle. Mit dem Bau der 844 geweihten Klosterkirche wurde um 830 begonnen: eine schmale dreischiffige Basilika mit Querschiff und Umgangsapsis. Ludwig der Fromme stiftete auch die Reliquien der Hauptpatrozinien Stephanus und Vitus. Die Missionierung des Nordens ist untrennbar mit Corvey verbunden. Der Hl Ansgar gelangte als Corveyer Mönch bis nach Skandinavien. Ein bedeutender Abt des Mittelalters war Wibald von Stablo (1146-1158). Ende des 18. Jahrhunderts vermochte der Abt Corvey zum Fürstbistum zu erheben, das nach wechselvollen Stationen an Viktor von Hohenlohe-Schillingsfürst gelangte, der 1840 den Titel eines „Herzogs von Ratibor und Fürsten von Corvey“ annahm. Dieses fürstliche Haus ist bis heute Eigentümer von Schloss Corvey. zurück
Rainald von Dassel (* zwischen 1114 und 1120; † 14. August 1167 in Rom) war von 1159 bis 1167 Erzbischof von Köln und Erzkanzler von Italien. Auf den Druck der anderen Bischöfe ließ sich Rainald am 29. Mai 1165 in Würzburg zum Priester und am 2. Oktober 1165 in Köln zum Bischof weihen. Im selben Jahr setzte sich Rainald für die Heiligsprechung Karls des Großen ein, die von Gegenpapst Paschalis III., aber nicht von Papst Alexander III. anerkannt wurde. Nach der Eroberung Mailands brachte er im Jahr 1164 als Kriegsbeute die Gebeine der Heiligen Drei Könige, die ihm Barbarossa aus Dank überlassen hatte, nach Köln. Rainald starb bei einem Feldzug in Italien, kurz nachdem er bei Tusculum die Römer geschlagen und Rom erobert hatte, an einer Seuche, wahrscheinlich an Malaria (Sumpffieber) oder an Ruhr. Seine sterblichen Überreste wurden nach Köln verbracht, wo er nach der Prozedur „mortis teutonicae“ in der Marienkapelle des Kölner Doms vor dem dreiteiligen Flügelalter der Kölner Stadtpatrone seine letzte Ruhestätte fand. zurück
Die Burg wurde durch das Erzbistum Mainz gegründet, um zwei Handelswege zu überwachen, erstmals beurkundet 1101. Die Herren von Hardenberg traten 1375 als Besitzer der Burg auf. Sie nannten sich zuvor noch „de novalis“. Auf Grund eines Erbvertrages teilte sich die Familie auf und es entstand die Doppelburg. 1698 stürzte bei einem großen Gewitter das Vorderhaus zusammen. Deswegen siedelte diese Linie zunächst nach Göttingen um und 1710in das neu errichtete Schloss Hardenberg am Fuße des Berges. zurück
Der Gandersheimer Streit ist ein typisches Beispiel für die im ottonischen Reichskirchensystem entstandene Verquickung von weltlicher und kirchlicher Macht. Das Kanonissenstift in Gandersheim war neben dem in Quedlinburg das zu dieser Zeit bedeutendste Frauenkloster. In beiden brachten die Kaiser die unverheirateten Frauen und die Witwen der Herrscherfamilie unter und versorgten sie so. Das Stift in Gandersheim war deshalb sehr reich und infolgedessen sehr interessant für den zuständigen Bischof.Bei der Einkleidung Sophies im Jahr 987, der Schwester Ottos III. als Kanonisse des Gandersheimer Stifts, welches zur Diözese Hildensheim gehörte, entstand der Streit, weil Sophie die Weihen nicht vom zuständigen Bischof von Hildesheim, sondern von dem Erzbischof Willigis von Mainz empfangen wollte. Willigis, der Bauherr des Mainzer Doms (1000-Jahr-Feier in diesem Jahr) war als ehemaliger Vormund Ottos und derzeitiger Reichsverweser eine zentrale Machtfigur im Reich. Nur mühsam einigte man sich darauf, dass die beiden Kontrahenten gemeinsam die Feier zelebrierten. zurück
Der Streit eskalierte etwa zehn Jahre später, als die Einweihung des neu erbauten Gandersheimer Doms anstand. Wieder wünsche Sophie, der ihre Feinde ein Verhältnis mit Willigis nachsagten die Weihe durch den Erzbischof von Mainz, wohingegen sich Bernward, der Bischof von Hildesheim, diesmal sogar unterstützt von Otto III. und dem Papst, sich zur Wehr setzte. Es folgte eine große Zahl von Synoden in Rom und in Deutschland, wobei sich die deutschen Kirchenfürsten für den Mainzer Erzbischof aussprachen, während die italienischen Bischöfe und der Papst den Hildesheimer unterstützten. Ergebnis war erneut ein Kompromiss: Gemeinsam weihten – einige Jahre später – Willigis und Bernward den Dom. Entschieden wurde der Streit erst 200 Jahre später, als Papst Innozenz III. 1206 Gandersheim zum freien Reichsstift erhob und damit unabhängig von der Diözesanordnung. Übrigens: Beide Hauptkontrahenten, Bernhard und Willigis, wurden schon im Mittelalter heilig gesprochen, allerdings wegen anderer Verdienste.
Die Stiftskirche wird auch Dom genannt. Das Stift Gandersheim wurde 852 vom Sachsenherzog Liudolf gegründet und erlebte seine Blütezeit unter den Ottonen. So wurde das Markt-, Münz- und Zollrecht der Stadt 990 von der Kaiserin Theophanu im Namen ihres unmündigen Sohnes Otto III. verliehen. Erst 1329 konnten sich die Bürger der Stadt aus ihrer Abhängigkeit vom Stift loskaufen. Das Kanonissenkloster bestand nach der Reformation als evangelisches Damenstift fort und wurde erst 1810 nach dem Tod der letzten Äbtissin aufgelöst. zurück
Der Reiseleiter legt ausdrücklich Wert darauf, dass er als einzig Glücklicher keine Medikamente nehmen muss. zurück
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 28. Januar 2012 um 15:16 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||





















