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Förderverein - Hardenberg-Gymnasium FürthIdeen und Wünsche - Der Lehrerwunsch des Monats Juli 2009Das Interview
Der Lehrerwunsch des Monats Juli 2009 - das Interview mit Studienrätin Karola Wenninger
Hallo auch! Inzwischen habe ich die 22 Abiturarbeiten meines Leistungskurses korrigiert und darf mich schon auf die für uns alle wohlverdiente Abiturfeier freuen. Daher nehme ich mir die Zeit im ganz normalen Schuljahresendspurt gerne. Wie finden Sie unsere Idee, an dieser Stelle Lehrer zu Wort kommen und den Wunsch des Monats äußern zu lassen? Ich finde die Idee interessant, zumal unsere Wünsche, also die der Lehrer, nicht so oft über die Grenzen der Klassenzimmer und des Lehrerzimmers hinaus Gehör finden. Eltern und Schüler haben hier in meinen Augen ein wesentlich größeres Forum in der Öffentlichkeit. Was natürlich unter anderem auch daran liegt, dass Lehrer in weiten Teilen der Gesellschaft einen extrem schlechten Stand und Ruf haben. Wir wünschen uns eine Schulkultur, in der Wünschen ausdrücklich erwünscht ist. Eine Art Wunschkultur... Meinen Sie, wir sollten uns vor der möglichen Unerfüllbarkeit von Wünschen fürchten? Nein, sollten wir uns nicht. Wenn man keine Wünsche mehr hat, ist vieles sinnlos. Außerdem habe ich gelernt, dass man tatsächlich niemals „NIE“ sagen darf! So manches Mal werden vermeintlich unerfüllbare Wünsche wahr. Plötzlich passiert etwas, woran man gar nicht zu glauben gewagt hat. Das folgende Sprichwort drückt dies aus: You are never given a wish without also being given the power to make it come true. You may have to work for it, however. (Richard Bach) An unserer Abschlussfeier der Klostermädchenrealschule 1987 wurde uns mit auf den Weg gegeben, dass ein unerfüllter Wunsch besser sei als tausend erfüllte. Diese Meinung teile ich immer noch nicht... Wie lange arbeiten Sie schon am Hardenberg-Gymnasium und welche Fächer unterrichten Sie? Ich war von 2000 bis 2002 im Seminar am Hardenberg und hatte dann den Wunsch, hier bleiben zu dürfen. Er hat sich erfüllt! Meine Fächer sind Wirtschaft und Recht und Englisch. Finden Sie die Zeit, sich auch außerhalb des Unterrichts in Unternehmungen und Projekten für die Schule und Ihre Schüler zu engagieren? Gleich zu Beginn meiner Zeit als ‚fertige’ Lehrerin habe ich die Koordination der FÜBIT übernommen, außerdem kamen sehr schnell weitere Tätigkeiten dazu, wie z. B. der Job als Festwirt und die Organisation des Sparda-Preises. In den letzten Jahren bekam ich dann mein erstes ‚Baby’, den Neubau; ich war mit Herrn Differenz zusammen Vorsitzende des Bauausschusses und glaube sagen zu dürfen, dass ich von Schulseite aus federführend war. Dabei habe ich viel dazu gelernt und auch extrem viel gearbeitet. Was gefällt Ihnen am Hardenberg-Gymnasium besonders gut? Abgesehen davon, dass wir in einem wunderbaren Gebäude mit sehr viel Charakter unterrichten dürfen, ist die Atmosphäre sowohl im Lehrerzimmer als auch zwischen den Schülern und Lehrern sehr entspannt - wenn auch nicht immer reibungslos. Dazu kommt, dass die große Mehrheit der Eltern bodenständig ist und mit den Lehrern zusammenarbeitet. Trotzdem ist sicher viel zu wünschen übrig. Wollen Sie uns einen Ihrer Wünsche verraten, dessen Erfüllung Ihre Arbeit oder allgemein die Arbeit an der Schule im letzten Schuljahr erleichtert hätte? Mein größter Wunsch ist wohl, dass Schule von der gesamten Schulfamilie als ein Miteinander empfunden wird und wir alle an einem Strang ziehen. Dies ist insofern ein frommer Wunsch, als klar ist, dass wir für die Schüler vor allem in der schwierigen Pubertätsphase eine Art Feindbild darstellen, an dem man sich reiben und beweisen muss. Neben diesem eher ideellen Wunsch habe ich aber aus meiner Erfahrung auch einen materiellen. Die schöne Atmosphäre im Altbau kostet oftmals viel Kraft, da die Akustik in den Klassenzimmern extrem schlecht ist. Dies liegt an den hohen Decken. Es wurden bereits einzelne Zimmer mit schallschluckender Decke und anderen Elementen ausgestattet. Dies würde ich mir für weitere Zimmer wünschen. Die Stimmung im Unterricht kann durch solche Veränderungen tatsächlich relativ problemlos verbessert werden. Außerdem werden die Stimmbänder der Lehrer – eines unserer wichtigsten Arbeitsinstrumente – geschont. Wäre eine tolle Sache, wenn hier noch mehr passieren könnte. Frau Wenninger, wir danken Ihnen für dieses Gespräch und wünschen Ihnen schöne Sommerferien!
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. September 2009 um 16:28 Uhr |








Hallo Frau Wenninger, zum Ende des Schuljahres gibt es viel zu tun. Schön, dass Sie sich trotzdem Zeit für unsere Fragen nehmen.