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Förderverein – Hardenberg-Gymnasium Fürth

Theater  – Eyjafjallajökull

EyjafjallajökullEin kleiner Vulkan - liebenswert trotziges Gör' mit lodernden Lava-Haaren - hatte seine große Stunde an diesem Donnerstag Abend auf der Bühne des Hardenberg-Gymnasiums. Eitel gekränkt, dass niemand seinen Namen "Eyjafjallajökull" richtig auszusprechen weiß, sprüht er Gischt und Asche und zwingt damit zum Einstellen des Flugverkehrs und zum Ausharren.

Die 45 Fluggäste aus 15 Herkunftsländern, Akteure der Theatergruppe unter der Leitung von Birgit Grasser, gestalten die Wartezeit für das zahlreich erschienene Publikum freilich kurzweilig. Auf der Bühne wird geträumt und wieder aufgewacht - ein behender Reigen an szenischen Einfällen, phantasievoll erdacht und teilweise bemerkenswert empathisch umgesetzt. Szene an Szene reiht sich so aneinander und das endet erst, als der Vulkan schließlich besänftigt ist und auch das Publikum in reinstem Isländisch in den Chor "Eyjafjallajökull" einstimmt... Was sich da so locker aneinander reiht, ist bei genauem Hinsehen kunstvoll gefügt. Birgit Grasser und ihren Schülerinnen und Schülern gehört viel Lob und Annerkennung für das Stück und die Aufführung, die sie im vergangenen Schuljahr aus dem Stand in Eigenproduktion erarbeitet haben.

Vieles wäre besonders herauszustellen, der liebevolle Einsatz der Requisite etwa oder die vielen Einzelleistungen. Davon vielleicht nur zu erwähnen, weil kein Bild daran erinnern wird: Die tolle Stimme des Kettensägenträumers, der man gerne mehr Text gewünscht hätte.

Insgesamt gewinnt das Stück besonders an den Stellen, an denen die Mitspieler ihre Herkunftssprache einsetzen. Durch das Fremde der Sprache bricht das Spiel unvermutet auf, hinter dem Spieler wird der Mensch sichtbar und eine Geschichte erahnbar, die weit über das Schauspiel hinausweist. Eine Blitzreise ins Unbekannte.

Ein warmer, herzlicher Applaus des Publikums - er gilt auch dem von Karin Wels geleiteten Technikteam und den sonstigen Unterstützern der Aufführung - beendet den offiziellen Teil des Abends, bevor man noch bei Brezen und einem Gläschen Sekt oder Orangensaft beisammen steht. Der Verkaufsstand des Gastro-Teams gefällt dabei in neuer Aufmachung.

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. Mai 2011 um 11:17 Uhr