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Förderverein – Hardenberg-Gymnasium FürthEhemalige – Professor Dr. Hans Rauch
Herr Professor Dr. Rauch ist ehemaliger Schüler der Oberrealschule Fürth, dem heutigen Hardenberg-Gymnasium und hat 1965 Abitur gemacht. Bis zu seinem Eintritt in die Freistellungsphase der Altersteilzeit im Jahr 2006 war Herr Professor Dr. Rauch unter anderem Prodekan, Prorektor und zwölf Jahre lang Institutsleiter an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule in Nürnberg. Noch heute ist er als Geschäftsführer der von ihm ausgegründeten iSyst Intelligente Systeme GmbH aktiv. Die iSyst Intelligente Systeme GmbH beschäftigt sich mit Entwicklung, Qualifikation und Test von Hard- und Software. Schwerpunkte liegen hierbei bei der Modellierung, der Stimulierung und der Simulation, dem Virtuellen Entwurf und der Echtzeitsimulation, beziehungsweise dem Hardware In The Loop Test, das heißt dem Test von Software in einer nachgebildeten, virtuellen Umgebung. Im Gespräch mit den Mitgliedern des Fördervereins Ursula Berti, Thomas Kinkelin und Sohn Simon sowie Manuela Pelloth erinnert sich Herr Professor Dr. Rauch an seine Schulzeit. Als Vertreter der Schulleitung hat Oberstudienrat Wolfgang Meier die Schule geöffnet und ins Lehrerzimmer geladen.
"Die Not von 1946 ist 1956 keine Tugend mehr", stand im Jahresbericht des Schuljahres 1956/1957. Die Oberrealschule, die den 2. Weltkrieg zunächst glücklicherweise verhältnismäßig unbeschadet überstanden hatte, war nun schwer herausgefordert zum modernen Standard von Schulen aufzuschließen, die nach dem Krieg neu entstanden waren. Aber es ging aufwärts – dass in diesem Schuljahr die Turnhalle zum ersten Mal wieder im Winter beheizt werden konnte, mag ein Zeichen davon sein. 1956 war auch das Jahr, in dem der damals elfjährige Hans mit seinen Eltern nach der zwangsweisen Aussiedlung aus Tachov (Tachau) im heutigen Tschechien, und den weiteren Lebensjahren in Ochsenfurt schließlich nach Burgfarrnbach gezogen war. Nur wenige Wochen lang ging Hans noch in die Burgfarrnbacher Volksschule, die ihm einige Umgewöhnung gegenüber der bisherigen einklassigen Dorfschule abverlangte. Die damals übliche Aufnahmeprüfung in die 1. Klasse der Oberrealschule Fürth schaffte er trotzdem ohne Probleme. Neun Jahre lang sollten nun die Bahnstrecke Burgfarrnbach-Fürth und der anschließende Fußmarsch sein Schulweg bleiben.
Es ist kühl, als wir im Gespräch mit Herrn Rauch an diesem Februar-Ferientag im unbeheizten Lehrerzimmer sitzen. Aber es wird spürbar wärmer, als Herr Professor Rauch erzählt, wie er damals zuammen mit seinem Mitschüler und Freund Bruno in der Küche, dem einzigen im Winter beheizten Raum des elterlichen Hauses, Hausaufgaben machte. Die Mutter, eine Weißnäherin, saß an der Nähmaschine und arbeitete. Der Vater war dabei und malte ein Bild. Das Lernen war erfolgreich. Im letzten Schuljahr hatte Hans Rauch noch die damals geforderte Jahresarbeit anzufertigen - als Thema hatte er sich den “Hall-Effekt” ausgesucht. Diese Auswahl, das kann man im Rückblick sagen, hatte bereits markiert, von welchem Interesse der weitere Studien- und Arbeitsweg ausgegangen war. Im Sommer 1965 war das Abitur geschafft. Und als in den Jahren darauf die Schule nicht mehr Oberrealschule Fürth sondern Hardenberg-Gymnasium hieß, hatte Hans Rauch schon sein Studium der Elektrotechnik an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen aufgenommen.
Was besonders freut, ist, dass Herr Professor Dr. Rauch seiner “alten” Schule weiterhin gewogen ist und Interesse zeigt. Als er beim letztjährigen Hardenberg-Tag mit Segway und Scooter lebendige Physikerfahrung in den Schulleitung und Förderverein können nur dankbar sein, für die wertvollen Beiträge ihrer Ehemaligen zum Schulleben und laden dazu weiterhin herzlich ein. Wir bedanken uns sehr für diesen interessanten und kurzweiligen Nachmittag im Gespräch mit Herrn Professor Dr. Rauch. |
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 17. Mai 2010 um 21:45 Uhr |












